Geruchsdifferenzierung

Bei der Geruchsdifferenzierung (GD) wird Hunden beigebracht, aus verschiedenen Gerüchen genau den ihm vorgegebenen Geruch zu suchen und dem Hundeführer anzuzeigen.

Hunde haben ein hervorragendes Geruchsgedächtnis und lernen schnell nach dem Memory-Prinzip das Gegenstück zu einem Geruch zu finden, den wir ihnen vorgeben. Mit den eingeschränkten olfaktorischen Fähigkeiten von uns Menschen ist es kaum vorstellbar, aber tatsächlich hat praktisch alles einen Geruch (außer Sauerstoff, Stickstoff und Methan) und kann bzw. wird vom Hund über den Geruch wahrgenommen. So ist es für den Hund prinzipiell egal welchen Geruch man ihm präsentiert (z. B. Paprikapulver, Zucker, Münzen, Speiseöl, etc.) er kann darauf trainiert werden, das passende Gegenstück zu finden. Die Aufgabenstellung kann soweit gesteigert werden, dass der Hund auch feinste Nuancen erfasst und beispielsweise Kaffeesorten oder Globuli-Potenzen unterscheiden lernt.

Die GD ist eine eigenständige Beschäftigungsmöglichkeit für drinnen und draußen, die ohne zusätzliche Personen und aufwendige Hilfsmittel trainiert werden kann. Es sind zwar einige Punkte zu beachten, aber mit etwas Übung kann man die GD beispielsweise beim täglichen Spaziergang ohne Probleme einbauen.

Da der Hund auch hierbei eng mit dem Hundeführer zusammenarbeitet, wird nicht nur die Sensitivität der Hundenase geschult und dadurch die Suchleistung des Hundes verbessert, sondern auch die Bindung zum Menschen gefestigt.GD kann als Grundlage für das Mantrailing oder die Flächensuche verwendet werden, indem der Hund beispielsweise fürs Mantrailing lernt, den Geruch der zu suchenden Person am Beginn des Trails anzuzeigen. Betrachtet man diese Möglichkeit unter den vorgenannten Aspekten der Geruchsverteilung eines Menschen, kann ein entsprechend trainierter Hund tatsächlich einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, dass das Mantrailing auch im Realeinsatz funktioniert.